Bibliothek

Hier finden Sie Buchempfehlungen, Artikel und Audio-Dokumente zu Storytelling und narrativen Methoden in Unternehmen. Die Bibliothek wird ständig erweitert.

Narrativität: Perspektiven und andere Geschichten

Hier finden Sie Links, Artikel und Texte, die sich mit Narrativität jenseits der Anwendung in Unternehmen beschäftigen. Die hier versammelten Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wollen zur weiteren Beschäftigung mit Geschichten und ihren Anwendungsgebieten anregen.

Literatur und Medien

‚Narrativität‘ und ‚Ereignis‘: ein Definitionsversuch.
Artikel von J.C. Meister von der Forschergruppe Narratologie an der Uni Hamburg
http://www.jcmeister.de/downloads/texts/jcm-narrativity-event.html

Homepage der Forschergruppe Narratologie an der Uni Hamburg
Viele gute Artikel rund um Narratologie
http://www.icn.uni-hamburg.de/index.php?option=com_frontpage&Itemid=80

Neitzel Britta, Gespielte Geschichten: Struktur- und prozessanalytische Untersuchungen der Narrativität von Videospielen
http://e-pub.uni-weimar.de/volltexte/2004/72/pdf/Neitzel.pdf

Leseempfehlungen

Mario Vargas Llosa: Der Geschichtenerzähler
Frankfurt/Main: Suhrkamp
Ein Roman darüber, welche sozialbildenden Funktionen das Geschichten-Erzählen in einem südamerikanischen Indianer-Volk hat. Und ein Roman, in dem man auf spannende Weise sehr viel über Bau und Funktionieren von Geschichten erfährt.

Homo narrans: über die menschliche Erzähllust.

Autor: Stefanie Pütz; Interviewparternin (u.a.): Christine Erlach

NDR Info sendete im April 2007 eine sehr informative Reportage über die Funktion von Geschichten im Alltag, als Erfahrungsspeicher des Menschen, über die Bibel als eine der wichtigsten Sammlungen von Erzählungen in unserem Kulturkreis, über Märchen in der Psychotherapie und über den Einsatz von Geschichten in Unternehmen.

NDR Info – Homo Narrans – über die menschliche Erzähllust_April2007 (Ausschnitt zum Thema Storytelling).

Story Telling – mit Geschichten Organisationen bewegen.

Autor: Christine Erlach, Karin Thier, Andrea Neubauer

Der Artikel beschreibt die auf Kleiner und Roth (1996, MIT) basierende Story Telling-Methode, die aus sechs Phasen besteht, an deren Ende ein Erfahrungsdokument im Unternehmen verbreitet wird.

http://www.community-of-knowledge.de/cp_artikel.htm?artikel_id=152

Narratives Wissensmanagement: mit Story Telling unternehmenskulturelles Wissen dokumentieren und verbreiten.

Autor: Christine Erlach, Karin Thier

In Unternehmen herrschen oft (neben den offiziellen Leitsätzen) verborgene Werte und Normen, die das Verhalten der Mitarbeiter beeinflussen. Die Methode Story Telling erfasst mit narrativen Interviews die unternehmenskulturellen Normen und Werte der Mitarbeiter und gibt sie in Erfahrungsgeschichten weiter.

http://www.narrata.de/pdf/WM-Konferenz-Luzern_NARRATA.pdf

Weltbild und Führungsstil. Eine Storytelling-Studie über Führungsmodelle von Managerinnen

Autor: Karolina Frenzel

Weltbild und Führungsstil weisen starke gender-Komponenten auf, die sich auf die Unternehmenskultur, aber auch auf das operative Handeln zum Beispiel in Projekten auswirken. Doch worin besteht genau die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichen Führungsverhalten? Karolina Frenzel ist dieser Frage mittels einer Storytelling-Studie nachgegangen.

Download Frauen und Führung

Wissen – Kommunikation – Selbstinformation. Literatursemiotik in der Organisationsberatung

Autor: Hermann Sottong

Die Analyse von Alltagserzählungen im Unternehmen fördert ein Wissen zutage, über das ansonsten weder Mitarbeiter noch Führungskräfte aktiv verfügen. Methoden der Literaturwissenschaft und der Literatursemiotik sind hervorragend dazu geeignet, diese Wissens-Schätze zu heben.

Download Wissen – Kommunikation – Selbstinformation

Das ‚erzählte Unternehmen‘. Die Rekonstruktion von System-Regularitäten aus Erzählungen von Mitarbeitern

Autor: Michael Müller

Nicht nur die Inhalte von Alltagserzählungen in Unternehmen lassen Rückschlüsse auf Unternehmenskultur, Regularitäten und Weltbild der Mitarbeiter zu, sondern auch deren Strukturen. Der Autor verdeutlicht dies anhand des Ereignisbegriffs und der Unterscheidung von ’starker‘ und ’schwacher‘ Narrativität.

Download Das erzählte Unternehmen

Henninger Michael; Mandl Heinz, „Zuhören-Verstehen-Miteinander reden“ erschienen im Verlag Hans Huber, Bern, Göttingen, Toronto, Seattle (2003)

Anderen Menschen zuhören können, ihre Aussagen und Argumente richtig zu verstehen und sich ihnen umgekehrt verständlich und überzeugend mitzuteilen sind Kernkompetenzen in vielen Berufen. Über diese Kompetenzen verfügen wir nicht von Geburt an, man muss sie trainieren. Dieses Buch geht auf die Hintergründe von Kommunikation ein und zeigt, wie man die notwendigen Fähigkeiten, um erfolgreich kommunizieren zu könne, trainieren kann. Dabei wird ein integrativer Ansatz gewählt, wie herkömmliche Kommunikationsseminare durch den Einsatz neuer Technologien, der Software CaiMan©, unterstützt werden können und somit die Intensität des Übens gesteigert werden kann.
Sekundärliteratur

Vollständige Zitationen der auf unseren Seiten erwähnten Autoren:

Kleiner, A./Roth, G. (1996), Field manual for a learning historian. MIT-COL and Reflection Learning Associates.

Polanyi, M. (1969), „The Republic of Science“, in Knowing and Being. Chicago: University of Chicago Press.

Polanyi, Michael (1985): Implizites Wissen, 1. Auflage. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag.

Schütze, F. 1983 : Biographieforschung und narratives Interview. In: Neue Praxis 1983, H. 3, S. 283 – 293

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Management-Zentrum Witten

Am 21. September 2010 veranstaltete das Institut für narrative Methoden zusammen mit dem Management Zentrum Witten in Berlin eine Tagung zum Thema

„Narrative Methoden in Organisationsdiagnose und -entwicklung“

In Vorträgen und Diskussionen ging es darum, Praxisanwendungen des Arbeitens mit Erzählungen aus der Organisation und über die Organisation darzustellen und die Leistungsfähigkeit von Analyse- und Interventionstools zu ergründen, deren Ausgangsmaterial nicht-fiktive Erzählungen sind: Im Mittelpunkt standen dabei Fälle, in denen es um die Selbstinformation der Organisation (Cultural-Change- und Wissensmanagmentprozesse) und/oder die Kommunikation mit Stakeholdern (hier vor allem am Beispiel von Familienunternehmen) geht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung lag auf der Verdeutlichung des interdisziplinären Charakters „narrativer Methoden“, bei denen sich Erkenntnisse der Sozialforschung (Stichwort: qualitative Heuristik), der systemischen Organisationstheorie und – vor allem hinsichtlich der Analyse des komplexen Materials – der Sprachforschung (strukturale Textanalyse, Semiotik, Narratologie) ergänzen.

Die Tagungsbeiträge stellen wir hier als PDF zum Download bereit.

Prof. Dr. Michael Titzmann: Narrative Strukturen in semiotischen Äußerungen Vortrag Titzmann

Prof. Dr. Michael Müller: Zurück in die Zukunft: Anwendung narrativer Methoden Vortrag_Müller

Christine Erlach und Wolfgang Orians: Wissenstransfer durch Geschichten Vortrag Erlach